Baufeld V:
METROPOLENHAUS_interkulturelles Mosaik

Mit unserer Projektkonzeption METROPOLENHAUS übernehmen wir die Doppelrolle von Bauherr und Architekt in ihrer symbiotischen Wechselwirkung. Dieses Modell erweitert den Handlungsspielraum für ganzheitlich gedachte Nutzungskonzepte, übernimmt Verantwortung für Gestaltung im urbanen Kontext und sucht aktiv den Dialog mit dem lokalen Mikrokosmos.

Von Beginn an stellen wir den gesellschaftskommunikativen Stellenwert von Stadt und Architektur in den Mittelpunkt der Betrachtung.

Das METROPOLENHAUS am Jüdischen Museum greift das vorhandene Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten, oftmals im Bereich der Kunst- und Kreativwirtschaft, auf. Es verdichtet die Bedürfnisse lokaler Initiativen und bietet gleichzeitig Raum für Interaktion und einen Ort für ein Zusammentreffen der Kulturen; der Orientalischen, Jüdischen und Deutschen.

Wir nennen es ein interkulturelles Mosaik mit einer thematischen Ausrichtung auf Design und Alltag, Kunst und Bildung, unterstützt durch benachbarte Kulturinstitutionen wie der Berlinischen Galerie und dem Jüdischen Museum.

Es entstehen teil- und kombinierbare Projekträume und Ateliers, die sich zum neu geschaffenen Quartiersplatz orientieren; ergänzt durch kleinteilige Ladenstrukturen entlang der Lindenstraße. Im Alltäglichen knüpfen sich soziale und kulturelle Fäden und initiieren einen Ort des Austauschs und der Begegnung.



Das Konzept der Querfinanzierung bildet das ökonomische Rückrat des Projektes. Durch den Verkauf von Wohnungen in den Obergeschossen wird nicht nur der Bau der Flächen im Erdgeschoss finanziert, sondern jeder Eigentümer einer Wohnung wird zukünftig Anteilseigentümer an diesen temporär zu nutzenden Möglichkeitsräumen; eine wesentlich weitreichendere Verantwortung als normalerweise üblich. Im Ergebnis wird zudem langfristig ein Mietzins von maximal 6,- €/qm im Jahresdurchschnitt auf 40% der Bestandsflächen gesichert.

Mit Aufnahme des Betriebs schließt sich ein kuratorisches Gewerbemanagement an, welches für die konzeptionelle Ausrichtung sorgt und das verantwortliche Bindeglied nach Außen und Innen darstellt. Dahinter steckt der Gedanke, eine nachhaltige Stadtrendite zu erzielen, die dem Ort und seinem Umfeld zukommen wird.